Rezension von Michaela Roth zu „Der Junge, der einen Wald pflanzte – Die wahre Geschichte von Jadav Payeng“ von Sophia Gholz und Kayla Harren, aus dem Englischen übersetzt von Anna Kampfmann

 

Inhalt

„Nur wenn wir Pflanzen säen, wird die Erde überleben“ – sagt Jadav Payeng, auf dessen wahrer Geschichte dieses Buch basiert. Als kleiner Junge schon erkennt Jadav aus Indien die Gefahr für Tier und Mensch, die von der Zerstörung des Regenwaldes ausgeht und er beschließt, etwas dagegen zu tun. Er pflanzt Bambus-Setzlinge und umsorgt ihre Aufzucht und Pflege unermüdlich und mit Hingabe. So wächst ein Wald, der größer und größer wird und auch bald wieder Wildtiere wie Elefanten, Nashörner und Zugvögel beheimatet. Auch diese Tiere beschützt Jadav und lebt seit seinem 1979 gefassten Entschluss, Bäume zu pflanzen, heute als erwachsener Mann in seinem Wald mit seinen Tieren und man kennt ihn als „Wald – Mann von Indien“.

 

Dieses stimmungsvolle und zu Herzen gehende Buch gehört zu den Büchern, die man in die Welt hinaustragen möchte. Nicht nur die Botschaft, wie wichtig jeder einzelne Mensch für die Umwelt sein kann, sondern auch die Erkenntnis, dass es nie zu früh ist, damit zu beginnen, ein Umweltbewusstsein bei Kindern zu wecken, ist die Essenz aus diesem so zart wirkenden Kinderbuch. Untermalt im wahrsten Sinne des Wortes wird die Geschichte von Bildern in einer wunderbaren Farbkomposition, warme Töne und unaufdringliche Farbgebung lassen die Stimmung besonders gut wirken. Besonders eindrucksvoll finde ich die Doppelseite, auf der Jadav sich als junger Mann schützend vor die Wildtiere stellt, um sie vor Wilderern zu bewahren – der Gesichtsausdruck der Tiere ist faszinierend. Die Übersetzung von Anna Kampfmann ist in kurzen, einprägsamen Sätzen gehalten und man fühlt sich durch sie dem mutigen Jungen nahe und verbunden. Auch ist es sehr schön mitzuerleben, wie der Junge durch sein Schaffen an Selbstbewusstsein gewinnt – ein guter Anreiz für kleine Leser, selbst etwas für die Umwelt zu tun. Dazu passend findet man im Anschluss der Geschichte eine Anleitung, seinen eigenen Wald zu pflanzen – eine sehr schöne Idee. Der Zuckersüß Verlag, in dem das Buch erschienen ist, ist ein besonderer Verlag, der sich auf ebenso besondere Bücher spezialisiert hat und  Übersetzungen ins Deutsche selbst vornimmt. Ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz aus einem Verlag, dem besondere Aufmerksamkeit gebührt.(M.R.)

 

Sophia Scholz: Der Junge, der einen Wald pflanzte – Die wahre Geschichte von Jadav Payeng

Illustriert von Kayla Harren, ins Deutsche übersetzt von Anna Kampfmann

Verlag Zuckersüß, 2. Auflage 2021

32 Seiten

 

ISBN: 978-3-982137995

Bildquelle:   ©  Zuckersüß Verlag

Ich danke dem Zuckersüß Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar!